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Ein Update zum Papa-Arbeitsplatz

2009/03

2008 haben wir hier ja einen Papa-Arbeitsplatz eingerichtet. Sie erinnern sich? Urlaub - Kurzarbeit - einarbeiten. Klingt gut, war auch gut, hat aber seine Probleme. Lesen Sie hier von der praktischen Umsetzung und der Erfahrung aller Beteiligten.

Zur Erinnerung
Zuerst war Plusstunden sammeln angesagt, dann zwei Monate mit 20 und dann zwei mit 30 Stunden statt der 38,5. Und die Differenz sollte dann moderat abgebaut werden.

Das Plusstunden sammeln war nicht ganz so einfach, weil zwar die Frauen schwanger sind, aber was ein fürsorglicher Partner ist und später ein ernstzunehmender Vater sein will, der ist natürlich bei allen Untersuchungen und Vorbereitungskursen dabei. Nicht zu vergessen, dass schwangere Frauen auch verwöhnt und umsorgt werden wollen. Das kollidiert mit dem Wunsch möglichst viel Plusstunden sammeln zu wollen.

Für mich als Unternehmer war da noch kein großer Unterschied zu merken, Befundlichkeiten eines angehenden Vaters einmal aussen vor gelassen. Im Schnitt waren etwas mehr als 40 Stunden geleistet worden. Wir sind also mit einem Plus von ca. 30 Stunden gestartet.

Nach vier Monaten
Nach vier Monaten wies das Stundenkonto ein Minus von 210 Stunden aus. Diese Zeit war für mich als Unternehmer schmerzhaft, weil eine Schlüsselkraft fehlte, aber es war für einen guten Zweck und die zweiten zwei Monate waren erträglicher. Die Versuchung war natürlich gegeben, Aufgaben einfach wie gewohnt zu verteilen und ihre Umsetzung einzufordern.

Für meinen Mitarbeiter war es ungewohnt, zu sagen "Das geht sich nicht aus, das kann ich nicht machen". Und für mich war es ungewohnt, das zu akzeptieren. Aber wir haben es beide dann doch gelernt.

Minusstunden abarbeiten
Das Abarbeiten der Minusstunden gestaltet sich schwieriger als erwartet. Ein junger Vater will natürlich Zeit mit seiner Familie verbringen und gerade in den ersten Monaten gibt es viele Wege, Arztbesuche und sonstige Verpflichtungen, die das Minus eher vergrößern als verkleinern. So bleiben Feiertage und manche Wochenenden, an denen Stunden eingearbeitet werden können. Aber das Minus schrumpft nur langsam und wir stehen immer noch bei fast 160 Stunden.

Schwierig dabei ist, dass die Arbeitszeit sehr zerstückelt wird, was dann und wann spürbar wird, wenn der Überblick verloren geht oder die Qualität der Arbeit leidet. Auch findet die Arbeit sehr entkoppelt von mir als Projektleiter statt, was es für mich schwieriger macht, Fortschritte zu kontrollieren und Abweichungen inhaltlicher Natur frühzeitig zu erkennen.

Resüme
Für meinen Mitarbeiter war die Zeit zu hause wunderbar, vor allem die ersten beiden Monate. Die zwei weiteren Monate hätte er rückblickend lieber voll arbeitend verbracht, weil dann die Minusstunden nicht so angewachsen wären. Das wäre natürlich auch mir entgegengekommen. Denn wenn man die Minusstunden in verrechenbare Stunden umrechnet, kommt ein ordentlicher Betrag zusammen.

Aber wenn ich mir überlege, ob ich das wieder so machen würde, ja, klar. Wahrscheinlich nur zwei Monate, wie oben vorgeschalgen, aber jedenfalls wieder.

Weitere Infos

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