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Vom Kreuz mit den IT-Abteilungen

"Nein, wir können Ihnen nicht sagen, ob sich durch unsere Maßnahmen etwas ändern wird. Wir können Ihnen auch nicht sagen, ob es zu Problemen kommen wird. Dazu ist das alles zu kompliziert, als dass wir das abschätzen könnten."

Würden Sie von irgendjemandem diese Antwort akzeptieren? Nur von IT-Abteilungen....

Jeder kennt lustigen Anekdoten über irrwitzige IT-Abteilungen. Ich habe auch eine beizusteuern, bei der oben erwähnter Satz gefallen ist.

Meine Frau (ja, ich bin voreingenommen) benützt ihren Laptop, um auch von zu Hause aus arbeiten zu können. Weil sie aber auch von unterwegs arbeiten wollte und immer ein bisschen neidig ist, was für tolle Sachen in meinem Büro funktionieren, bat sie ihre IT-ler doch eine UMTS-Karte zu beschaffen und in Ihren Laptop einzubauen.
Gesagt getan, der Laptop wird abgegeben und am nächsten Tag wieder abgeholt. Beim Einschalten des Geräts - natürlich am Abend und zu Hause - zeigt sich, dass jetzt beim Starten ein zusätzliches Kennwort gesetzt ist, das Bitteschön einzugeben ist. Weil niemand weiss, wie das lautet, als zurück zum Start. Am nächsten Tag als Erfragen des neuen Passworts.
Wieder am Abend und wieder zu Hause kann der Rechner also gestartet werden, aber leider, leider, die UMTS-Karte möchte einen PIN eingegebn haben.
Gut, das kann man ja am nächsten Tag erfragen. Der übliche Wireless-Zugang ins Netz funktioniert ja noch. Aber oho - der geht ja auch nicht mehr!

Wieder zurück zum Start. Am nächsten Tag also PIN erfragen und fragen, was denn geändert wurde, dass der Zugugang von zu Hause nicht mehr geht. Antwort "Von uns aus ist da nichts geändert worden, was das verursachen kann.". Eine reine Schutzbehauptung, weil es dann - ja, wieder am Abend und wieder zu Hause - meine Aufgabe war, herauszufinden, dass die IT-ler die XP-Firewall aktiviert und so "gesichert" hatten, dass der Wireless-Zugang nicht mehr funktionierte.

Meine nun etwas fassungslose Frau fragt mich als IT-Profi nach einem Vorgehensmodell, wie man solche Probleme in Zukunft vermeiden könne. Ich rate Ihr, folgende Bedingungen zu stellen:
Die IT-Abteilung hat ausschliesslich gewünschte Änderungen durchzuführenjede andere Änderung vorher anzukündigenauf mögliche Auswirkungen und Probleme aktiv hinzuweisendieses schriftlich zu machen.
Ja, und auf diesen Vorschlag haben die IT-ler dann die obige Antwort gegeben.

jetzt könnte man sagen, dass die inkompetent, desinteressiert und vielleicht auch ein bisschen blöd sind. Aber das ist es nicht. Die sind hochmotiviert, wollen das Beste und bemühen sich. Vielleicht sind sie nicht top qualifiziert, aber dann wären die Probleme wahrscheinlich nur noch grösser.

Nein, das Problem ist das Selbstverständnis der IT-Abteilung, die sich nicht als interne Dienstleister sehen, sondern vielmehr als interen operative Einheit für IT-Entwicklung, und die Tatsache, dass wir alle ganz ganz viel auf Computer angewiesen sind, und wenn irgendwas nicht funktioniert, die Schuld bei der IT-Abteilung liegt.
Ich kenne keinen Betrieb, bei der die IT-Abteilung ein sehr hohes Ansehen geniesst. Aus genau diesen beiden Gründen.

In der nächsten Folge versuchen wir das Problem zu lösen. Weil ich will ja wieder mal über was anderes mit Frau reden...

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