dato Denkwerkzeuge

Nichts gegen Computerspiele

2010/1

Computerspiele sind schon eine zwiespältige Sache. Einerseits Spiel und faszinierte Auseinandersetzung mit modern-technischem Alltag, andererseits droht das Bild blasser, in sich gekehrter und sozial verwahrloster Kinder.

Weit entfernt von einer endgültigen Klärung dieser Frage möchte ich Ihnen erzählen, wie mein Sohn den Weg vom unverdrossenen Zickzackbild zum wiedererkennbareb Bild samt feinmotorisch anspruchsvoller selbstverfasster Unterschrift geschafft hat. Genau - mit Hilfe von Computerspielen.

Im Vorschulalter muß man Dinge, die man dann in der Schule lernt, noch nicht können - klare Sache, so auch die Tatsache, dass mein (Vorschul-)Kind nicht schreiben kann. Weniger weil er die Buchstaben nicht kennt, sondern weil die Feinmotorik noch nicht so ausgeprägt ist.

Auf portugiesische Stränden Riesenzeichnungen zu machen ist eine Sache, auf einem Din-A4 Blatt ein "F" nebst weiteren Buchstaben unterzubringen, eine andere.

Die Kinder, die jetzt heranwachsen brauchen ja keine Computerkurse, weil sie mit dieser Technologie heranwachsen. Maus, Tastatur, Klicken, Ein- und Ausloggen, schneller als wir uns versehen, haben sie dieses Vokabular verinnerlicht. Sagt mein 5jähriger letztens zu mir: "Kannst du das bitte googeln, was für Superkräfte der Spiderman hat?". Googeln. Eben. "Google s dir selber", hab ich geantwortet und schon waren wir mittendrin und haben Buchstaben geübt.

Mit Madagascar beginnt alles
Ein nettes Computerspiel, bei dem Alex, der Löwe samt seiner Freunde verschiedenste Aufgaben zu lösen hat. Gefragt dabei ist eine ruhige Hand, um die Maus zu führen, Kenntnis der Buchstaben und an einzelnen Stellen Unterstützung, weil Schreiben von Vorteil ist.
Und siehe da - mit zunehmendem Spielfortschritt steigt die Auge-Hand-Kooridination, prägt sich die Feinmotorik besser aus. Warum es hifreich ist, Buchstaben zu kennen und zu finden, erschliesst sich dem Kind von selbst.

Im Internet finden sich dann noch andere Spiele, manche eher von der Hau-drauf-Sorte, andere mit wertvollerem Anspruch, aber es geht gar nicht so sehr um die Inhalte, was zählt ist die Freude am Erwerb neuer Fertigkeiten, der Kontrolle über das, was man tut und dass Dinge ohne Gefahr für Dinge oder Personen ausprobiert werden können. Selten ist die Rückmeldung im Spiel so rasch und klar, wie bei einem Computerspiel.

Nintendo DSi
Damit geht es weiter, denn der Freund im Kindergarten hat auch einen und wer kann seinem Kind schon einen Wunsch abschlagen? Der Nintendo nun will über einen kleinen Touchscreen mit einem Stift bedient werden. Neue Rekorde reizen den Spieler, nur wer Ziele erreicht bekommt neue Spiele freigeschalten. Es muß gerubbelt, gezählt und gemerkt werden. Kombinatinsgabe und Aufmerksamkeit ist gefragt. Und siehe da: die Mühe und die Übung und die Konzentration verleihen dem Kind eine ruhige Hand, die sicher kleine Buchstaben zu Papier bringt. Damit macht dann auch Zeichnen viel mehr Spaß (mein Sohn wollte nie zeichnen!) und plötzlich ist Zeichnen Vergnügen. Wie gesagt - siehe oben - samt Unterschrift. Auch Herzen gelingen gut, das rührt die Eltern sehr.

Alternativen bieten
Die Kehrseite ist natürlich, dass es sehr verführerisch ist, es anzunehmen, wenn das Kind ohne weiteren Aufwand sich still beschäftigt. Aber die Sorge der sozialen Verwahrlosung lässt einen dann doch nicht los und so freuen sich alle, wenn es gemeinsame Spiele oder Ausflüge gibt. Denn die Buchstaben kann man auch im Schnee zeichnen und die Herzen natürlich auch.

Weitere Infos

bernd.maierhofer@dato.at
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