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Die Macht der Entscheidungen

2009/2

Im letzten Beitrag ging es um die Zeit, die Veränderung benötigt und die Sanftheit des Übergangs. Aber wie immer im Leben muß einer die Dreckarbeit machen und darum hat die Veränderung einen großen Bruder, der Entscheidung heisst.

Entscheidungen und Veränderungen werden oft verwechselt, weil sie gerne Hand in Hand gehen. Aber sie könnten unähnlicher nicht sein.

Damit Veränderungen stattfinden können, müssen vorher Entscheidungen getroffen worden sein. Entscheidungen sind die Wegweiser, die Richtungen festschreiben. Veränderungen sind die Wege dazwischen. Auch wenn wir uns lange mit Entscheidungen herumquälen oder der Meinung sind, keine Entscheidung treffen zu können, letztendlich werden Entscheidungen sehr schnell getroffen. Auch wenn es ein wenig unklar ist, wie Entscheidungen getroffen werden - die Neurowissenschaften fördern hier gerade Erstaunliches zu Tage - tragen Entscheidungen bewusste und unbewusste Anteile in sich. Manchmal ist es besser, möglichst bewusst und strukturiert zu entscheiden, manchmal ist es besser, dem unbewussten Anteil mehr Platz zu lassen. Manchmal schafft das Leben auch Fakten, die Entscheidungen überflüssig machen.

Die getroffene Entscheidung ist noch nicht das Ergebnis.
Mit einer getroffenen Entscheidung ist noch nicht viel getan. Wer hat noch nicht - endgültig - beschlossen, aufzuhören, zu rauchen, oder fünf Kilo abzunehmen. Nur um nach ein paar Tagen feststellen zu müssen, dass Entscheidungen eben nicht das Ergebnis sind. Entscheidungen sind der Beginn, die nachgelagerten Veränderungen erst führen das gewünschte Ergebnis herbei.

Entscheiden heißt wählen
Das Unangenehme oder Angenehme an Entscheidungen ist, dass sie uns vor die Wahl stellen - für eines und gegen ein anderers. Unser Leben besteht weniger aus den Dingen, für die wir uns entschieden haben, sondern mindestens genau so sehr aus den Dingen, gegen die wir uns entschieden haben. Jede Entscheidung ist eine Abzweigung, eine nehmen wir und vier andere lassen wir aus. Aber jede Entscheidungssituation ist eine Situation, in der wir wählen können. Auch wenn wir uns entscheiden, die Entscheidung aufzuschieben, haben wir eine Entscheidung getroffen.

Gibt es gute Entscheidungen?
Eine Entscheidung wird immer daran gemessen, was ihre Folgen sind. Eine Entscheidung wird aber auch daran gemessen, wie transparent der Entscheidungsprozeß war. Vor allem, wenn andere Personen oder Einheiten von den Folgen betroffen sind. Die schlechten Entscheidungen sind also sicher die, die keiner nachvollziehen kann und überdies nicht das gewünschte Ergebnis haben. Eine gute Entscheidung wird von einem transparenten Entscheidungsprozeß, den wünschenswerterweise alle Betroffenen mitgestalten können, eingeleitet und ihre Folgen sind die gewünschten.

Entscheiden heisst Widerstand
Entscheidungen leiten Veränderungsprozesse ein. Und Veränderungsprozesse müssen Widerstände überwinden. Das Tempo der Veränderung (langsam!) und das Maß der Transparenz der Entscheidung (viel!) helfen, diese Widerstände handhabbar zu halten. Aber lassen Sie sich von Widerstand nicht aufhalten. Es ist Ihre Entscheidung und Sie haben sich ja deshalb genau so entschieden, weil Sie nicht dort sind, wo Sie sein möchten. Ihre Entscheidung ist der erste Schritt dorthin.

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