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10 Tipps zur Mitarbeiterführung

Über die Führung von MitarbeiterInnen gibt es eine Fülle von Literatur, viele unterschiedliche Standpunkte und wenn Sie bei GOOGLE suchen, finden Sie eine erstaunliche Variation von "6", "9", "10", "12" etc. "Tipps zur Mitarbeiterführung".
Aber ich habe umgerührt, gesiebt und eingekocht, und hier sind sie nun: die 10 besten Tipps zur Mitarbeiterführung!

1. Wer führt, steht vorne.
Als Führungskraft geben Sie die Richtung vor. Sie sind zwar Teil des Teams, aber weil die Letztverantwortung bei Ihnen liegt, gibt es keine Gleichberechtigung. Diese Einsamkeit müssen Sie annehmen können, heisst es doch, auf die kuschelige Wärme der Gruppe fallweise verzichten zu müssen. Sorgen Sie dafür, dass Sie als Führungskraft sichtbar sind - sowohl für Ihre Gruppe, als auch für alle Personen ausserhalb. Vorne zu stehen, heisst dann auch, Gegenwind als erste/r zu spüren und anzunehmen.

2. Lassen Sie Fehler zu.
Akzeptieren Sie, dass Fehler nur jemand macht, der auch arbeitet. Nicht der Fehler ist das Problem, sondern der Prozess, der dazu geführt hat, dass er gemacht werden konnte. Verbessern Sie den Prozess und lassen Sie die Personen in Ruhe. Wechseln Sie den Standpunkt: Fehler werden entdeckt, nicht gemacht. Seien Sie der Person dankbar, dass sie den Fehler entdeckt hat.

3. Sei zweimal freundlich.
Tit-for-Tat mag für gleichberechtigte Personen gültig sein, für Sie kann eine andere Strategie hilfreicher sein. "Sei zweimal freundlich", aber kommunizieren Sie, dass Sie ein drittes Mal (diesen Fehler, diesen Irrtum, diese Unfreundlichkeit etc.) nicht akzeptieren werden. Mit dieser Strategie verbreiten Sie ein überwiegend kooperatives und geduldiges Verhalten, das aber klare Grenzen hat.

4. Seien Sie berechenbar.
Denken Sie daran, dass Sie für Ihre MitarbeiterInnen die Orientierungsfigur sind. Seien Sie daher berechenbar. Reagieren Sie auf ähnliche Dinge gleich und verlangen Sie dass verwandte Aufgaben auch immer ähnlich umgesetzt werden. Achten Sie darauf, dass Ihre Anforderungen gleich bleiben. Was einmal gut war, sollte auch beim nächsten Mal gut sein. Was einmal nicht akzeptiert wurde, sollte auch kein zweites Mal akzeptiert werden. Führen Sie Veränderungen daher nur schrittweise und klar kommuniziert ein. Ihre Gruppe gewinnt Sicherheit und Sie an Glaubwürdigkeit und Integrität.

5. Kommunizieren Sie klar und präzise.
Führen heisst kommunizieren. Aber als Führungskraft liegt die Verantwortung, dass Sie verstanden werden bei Ihnen. Missverständnisse gehen in der Regel zu Ihren Lasten. Seien Sie klar und präzise in Ihrer Kommunikation.

6. Vermeiden Sie Nähe, aber bleiben Sie erreichbar.
Als Führungskraft sollten Sie persönliche Nähe zu Ihren MitarbeiterInnen meiden. Natürlich mag man manche mehr und andere weniger leiden, aber Sie sollten sich bemühen, äquidistante Beziehungen zu halten. Jede Gruppe leidet darunter, wenn es innerhalb der Gruppe zu stärkeren Beziehungen kommt, deshalb sollten Sie es auch niemals akzeptieren, dass sich in Ihrer Gruppe Paare bilden. Wenn Sie Naheverhältnisse aufbauen, sollten Sie sich bewusst sein, dass Sie damit eine Gleichberechtigung einräumen, die Sie in Krisensituationen nicht werden einhalten können.
Bleiben Sie trotzdem erreichbar. Reden Sie mit Ihren Leuten und hören Sie zu. Nur so erfahren Sie rechtzeitig von Problemen oder Konflikten. Erreichbar sein, heisst nicht, angesprochene Probleme auch lösen zu müssen. Wehren Sie diese Form der Rückdelegation freundlich aber bestimmt ab.

7. Setzen Sie Standards.
Jede Gruppe braucht Regeln. Gut, wenn sich die Gruppe selbst Regeln schafft, aber Sie als Führungskraft haben da natürlich noch einen größeren Gestaltungsanspruch. Mit den Standards, die Sie setzen, und den Regeln, die Sie vorgeben, beeinflussen Sie das Klima und die Prozesse innerhalb Ihrer Gruppe.
Sorgen Sie dafür, dass diese Standards eingehalten werden. Kommunizieren Sie die Gründe für die Standards und sorgen Sie auch dafür, dass die Standards und Regeln regelmäßig hinterfragt und bei Bedarf angepasst werden können.

8. Fördern Sie.
Fördern Sie engagierte oder begabte MitarbeiterInnen. Sie signalisieren damit, dass Sie Leistung anerkennen und dass es sich lohnt, sich zu bemühen. Fördern Sie auch dann und in solchen Bereichen, die nicht unbedingt Kernaufgaben sind. Als Führungskraft haben Sie ja auch moralische Verantwortung Ihrer Gruppe gegenüber. Nur durch die Initiativen, die aus Ihrer Gruppe kommen, kann sich Ihr Team weiterentwicklen. Durch gezielte Förderung verbreitern Sie die Basis, die diese Initiativen erzeugen.

9. Loben Sie sparsam.
Setzen Sie Lob sparsam ein, sonst nützt es sich ab. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, wenn Aufgaben genau, termingerecht und mit hoher Qualität erbracht werden. Dafür müssen Sie nicht loben, dafür werden die Leute bezahlt. Loben Sie das Aussergewöhnliche und nicht das Alltägliche.

10. Wer führt, arbeitet nicht. Führen heisst delegieren.
Ihr Aufgabenbereich liegt im taktisch-strategischen Bereich, der Ihrer Gruppe im technisch-operativen. Ihre Gruppe arbeitet, Sie denken über die Arbeit nach. Mischen Sie sich nicht ein in Dinge, die Ihre Gruppe besser kann. Machen Sie die Dinge nicht selbst. Etablieren und steuern Sie Prozesse entlang derer Ihre Gruppe arbeitet. Sie sind angekommen, wenn Sie morgens ins Büro kommen und es für Sie nichts mehr zu gibt....

Links zum Weiterlesen:
Verbessern Sie Ihre Mitarbeiterführung: Mit 6 einfachen Tipps zum Erfolgscoach

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