dato Denkwerkzeuge

Erfolgskontrolle in der Fortbildung

Die Frage, ob Fortbildungsmaßnahmen evaluiert werden, beantworten nahezu alle Verantwortlichen mit ja. Ob diese Evaluierung messbar und nachvollziehbar geschieht, wird schon seltener bejaht. Zeitmangel und fehlende Werkzeuge sind die Hauptargumente. Die Wichtigkeit der Erfolgskontrolle - sowohl für Anbieter als auch für Kunden - steht ausser Diskussion.

Ziel muss es sein, für Fortbildungsmassnahmen einen zufriedenstellenden ROI formulieren zu können.

Zur Erinnerung, eine mögliche Definition des ROI ist der Quotient aus erwartetem Gewinn und eingesetztem Kapital. Anders formuliert: Ausgaben für Bildung müssen sich rechnen. Drei Komponenten kommen hier ins Spiel:Die zeitliche Komponente Die Messbarkeit des Erfolgs Ein definierter Kontext für Erfolg und zeitlicher DimensionWas ist damit gemeint? Halten wir uns vor Augen, dass bei Fortbildungsveranstaltungen drei verschiedene Rollen zusammenspielen:der Veranstalter der/die TeilnehmerIn der AuftraggeberZwischen diesen dreien muss ein gemeinsames Verständnis hergestellt werden, was als Erfolg zu gelten hat. Wenn allen Beteiligten klar ist, wie dieser Erfolg gemessen werden kann, ist die Überprüfbarkeit natürlich gegeben. Die zeitliche Komponente ist wichtig, weil sie bestimmt, ob kurzfristger Erfolg gewünscht ist oder langfristig geplant ist.

Wie können Seminare beurteilt werden?
Am häufigsten finden nach Abschluss der Veranstaltung Beurteilungen des Seminars durch die Teilnehmer statt. Man beachte, dass hier tatsächlich das Seminar, also die Zufriedenheit der Teilnehmer mit dem Seminar, nicht notwendigerweise die Zielerfüllung beurteilt wird. Die Erfahrung zeigt, dass die Qualität der Beurteilung umso höher ist, je mehr die Teilnehmer vor Veranstaltungsbeginn Ziele formuliert haben.
Welche andere Maßnahmen gibt es nun?

Vorbereitendes Gespräch Auftraggeber - Teilnehmer (Bildungsgespräch)
Kann im Zuge eines Mitarbeitergesprächs stattfinden und hat zum Ziel, Weiterbildungsmassnahmen und die erwünschten Ziele für beide Teile verbindlich festzulegen. Wenn Bildungspläne erstellt werden können beide Seiten hier ihr Seminarziele (für später überprüfbar) festhalten.

Nachbereitendes Gespräch Auftraggeber - Teilnehmer (Rückkehrgespräch)
Nach dem Besuch der Veranstaltung sollte der Auftraggeber Rückmeldung über Veranstaltung erhalten. Insbesondere wäre jetzt eine gute Gelegenheit, für die bereits festgelegten Ziele die weiteren Umsetzungsschritte und allfällige Anpassungen zu besprechen.

Zeitlich versetztes Gespräch Auftraggeber - Teilnehmer (Transfergespräch)
Die Euphorie unmittelbar nach Veranstaltungsende ist allzuschnell verflogen. Es empfiehlt sich, nach 4 bis 8 Wochen ein weiteres Gespräch anzusetzen, in dem überprüft wird, wie sehr das erworbene Wissen in die Praxis umgesetzt werden konnte. Diesem Gespräch sollte auch deshalb viel Aufmerksamkeit gewidmet werden, weil es Schwächen der Organisation aufdeckt: Allzuoft behindern organisatorische Abläufe die Etablierung neues Wissens.

Prüfung/Probe Teilnehmer
Natürlich können Sie das Wissen Ihrer Mitarbeiter im Zuge von (Über)Prüfungen testen. Unterschätzen Sie hier aber nicht die unangenehmen Nebeneffekte, denn sie bringen Ihre Mitarbeiter in Prfüfungssituationen, die nicht unbedingt Aufschluss über das in der Praxis auch umgesetzte Wissen geben.

Kennzahlen
Besonders in produzierenden Bereichen lassen sich Fortbildungsmaßnahmen leicht mit messbaren Kriterien der Qualitätssicherung verbinden. Wenn Sie die Kennzahlen der Qualitätssicherung mit den Fortbildungsmaßnahmen verschränken haben Sie überprüfbare Zieldefinitionen.

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